OP-BENCHMARKING

ZIELE

Das Ziel des OP-Benchmarkings ist eine Standortbestimmung im Wettbewerb zu Fragen der Ressourcennutzung und OP-Performance. Sie können so eventuelles Optimierungspotential erkennen, Schwachstellen identifizieren, aber auch Stärken zeigen. Die Abläufe im OP-Bereich Ihres eigenen Hauses werden anhand prozessorientierter Indikatoren dargestellt, mit anderen teilnehmenden Krankenhäusern verglichen und potenzielle Effekte werden teilweise monetär bewertet.

Der OP-Bereich repräsentiert einen der wichtigsten und teuersten Bereiche im Krankenhaus. Eine hohe Auslastung der Operationssäle, eine effiziente Arbeitsweise und kurze Wechselzeiten sind heute essenziell, damit Sie die kostenintensive Ressource OP-Kapazität optimal ausnutzen können.

Der erste Schritt dahin ist die Schaffung von Transparenz hinsichtlich der bisherigen Performance durch Soll-Ist-Vergleiche. So wird ein Änderungsbedarf objektivierbar und die Zielerreichung messbar.

Aufgrund der großen Datenmenge sind Vergleichswerte auch für sehr spezifische Fragestellungen noch aussagekräftig.

Zum aktiven Erfahrungsaustausch der Teilnehmer organisiert der KHZV Informationsworkshops. Dort wird unter anderem diskutiert, was künftig konkret verändert wird und mit welchen Schwerpunkten sich das Projekt weiterentwickelt.


AUSWERTUNGSFORM

Das OP-Benchmarking besteht aus zwei Teilen:

1. Basisauswertung

Sie erhalten zum Einen jährlich eine CD mit der Basisauswertung Ihrer OP-Prozesse und den aktuellen anonymisierten Vergleichswerten der übrigen Krankenhäuser.

2. Zwischenauswertung

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, jederzeit automatisiert unterjährige Auswertungen zu frei definierbaren Zeiträumen zu generieren. Sie enthalten ebenfalls die Vergleichswerte der Basisauswertung.

Die Auswertungen werden in Form von dynamischen Excel-Mappen zur Verfügung gestellt. Einmal jährlich wird außerdem in Papierform die Zusatzauswertung Kapazitäten & Personal verschickt.

Kennzahlen zu Ihren hausindividuellen Abläufen werden mit dem Durchschnitt der jeweiligen (anonymisierten) TOP5-Krankenhäuser und dem Durchschnitt aller Teilnehmer verglichen und im zeitlichen Verlauf dargestellt.

Key Performance Indikatoren wie die Auslastung, die Wechselzeit, die Operationsdauern und die Zeitspanne zwischen Freigabe durch die Anästhesie und Schnitt werden analysiert. Außerdem sehen Sie die Pünktlichkeit des Beginns und des Endes des Regeldienstes.

Kennzahlen werden nach Fachabteilungen und Sälen, aber auch bezogen auf DRGs, Klinische Leistungsgruppen und das einzelne Operationsverfahren dargestellt. Sie können dynamisch nach weiteren Kriterien, wie Trägerschaft und OP-Volumen der Vergleichshäuser oder Art und Ort der Einleitung und Ausleitung filtern. So wird ein auf Ihr Haus individuell zugeschnittener Benchmarking-Pool generiert.


DATENBEREITSTELLUNG

Die Erfassung der operationsbezogenen Daten erfolgt per Excel-Vorlage, die Sie durch Export aus dem Krankenhausinformationssystem (KIS) füllen können. Die Erfassungsdatei ist so konzipiert, dass langfristig keine wesentlichen Anpassungen der Schnittstelle notwendig werden. Auch wenn sich das Projekt weiterentwickelt.

Die meisten Krankenhäuser haben eigene Exportabfragen generiert, um die Daten aus dem KIS oder OP-System bereitzustellen. Nach Informationen aus den Krankenhäusern bieten einzelne KIS-Hersteller inzwischen auch Schnittstellenlösungen an.

Wir schicken Ihnen bei Interesse gerne die Vorlage sowie eine ausführliche Beschreibung der angeforderten Daten. Sie steht ebenfalls im Mitgliederbereich der KHZV-Homepage als Download bereit.

Sie können Ihre Daten einfach und sicher über die Software "KHZV-Client" übermitteln. Bei der unterjährigen Zwischenauswertung stehen die Ergebnisse schon nach wenigen Minuten zum Download bereit. Bei der jährlichen Basislieferung erhalten Sie zunächst den umfassenden Plausibilitäts- und Fehlerbericht Ihrer Daten.

Die Basisauswertung basiert auf den Daten der beiden Vorjahre. Es werden eingriffsbezogene Daten zu Anästhesiezeitpunkten (optional), Operationszeitpunkten und OPS-Codes (Minimalvoraussetzung sind die Zeitpunkte Schnitt und Naht) abgefragt.

Außerdem werden Stammdaten Ihres Hauses sowie Angaben zur Abteilungsstruktur und den einzelnen OP-Sälen benötigt.

Die stationären Operationen werden optional mit den fallbezogenen Daten nach §21 KHEntgG zusammengeführt, die eine DRG-Eingruppierung und eine Zuordnung zu Klinischen Leistungsgruppen erlauben.